Meine „Art“ ist und war immer schon eng verbunden mit der Natur. Dort finde ich einen unermesslichen Schatz an Strukturen, Kontrasten, Symbolen, Materialien und Formen, die an Ästhetik nicht zu überbieten sind. Als Kontrast zur Naturfotografie, welche die optische Realität exakt abbildet, ist das Bildnerische Gestalten für mich ein persönliches Verarbeiten und Verdichten von Eindrücken. Das meiste entsteht im Atelier, zu guter Musik. Egal, ob ich mit Steinen, Pigmenten, Bleistift, Feder, Aquarellfarben oder Holz arbeite - die Suche nach Spannung, Ästhetik, Aussage und formaler Stimmigkeit leitet mich und lässt mich kämpfen, spielen, aufbauen, verwerfen und irgendwann (hoffentlich) befriedigt sagen: „So ist gut.“ Ich liebe die Vielseitigkeit und das Improvisieren und deshalb ist die Bandbreite meiner Kunst für einige vielleicht zu breit. Doch das stört mich nicht. Bei jeder Ausstellung möchte ich mindestens eine neue „Stilrichtung“ präsentieren. Das lässt mich lebendig bleiben und hilft, nicht zu sehr „im eigenen Saft zu schmoren“. Dennoch: Szenen aus Irland, dem Oberaargau und den Alpen werden mich wohl noch viele Jahre verfolgen, ebenso die Ästhetik des alten Hauses, der knorrigen Eiche, der Steine im Fluss...

Das technische und zeichnerische Rüstzeug habe ich mir seit der Kindheit kontinuierlich zugelegt. Die Fotografie, Zeichenlehrer, Bücher, Kurse an der Schule für Gestaltung Bern und unzählige Stunden des Übens und Ausprobierens liessen meine Kunst zu dem werden, was was sie heute ist.